Veröffentlicht am 12.05.2019
In The Forest Unseen schreibt David George Hsakell über einen Quadratmeter Wald. Er besucht diesen Quadratmeter Wald in Tennessee im Laufe eines Jahres immer wieder und beschreibt was gerade zu dieser Zeit dort passiert. Die Themen reichen von der Tier- und Pflanzenwelt des Quadratmeters über zufällig dorthin gekommene Golfbälle bis hin zu den Empfindungen, die Haskell spürt, als er sich dort im Winter nackt auszieht, um die Kälte zu erfahren.
Ein Physiker hat mal gesagt, wenn man die Vorgänge in einer Kaffeetasse komplett erklären könnte, könnte man auch das Weltall erklären. Ich kann mich nicht erinnern, wer es war. Wenn ich die Quelle finder, werde ich das hier aktualisieren. Haskell verfolgt diese Idee, dass das Ganze und das Teil gleich komplex sind und stellt das für die Biologie dar. Ein sehr interessantes Buch.
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, aber wegen der vielen botanischen Fachbegriffe und Haskells bildhafter Sprache würde ich empfehlen, es eher auf Deutsch zu lesen.
Veröffentlicht am 13.02.2019
Das Buch The Best American Science and Nature Writing fiel mir in einem Buchladen in San Francisco auf. Es ist eine jährliche Reihe, die seit 2000 von wechselnden Editoren herausgegeben wird. Mich hat gereizt, dass in dem Buch eine breite Spanne von verschiedenen Themen behandelt wird. Einige, die mich beeindruckt haben sind:
Nur vier Artikel, die mich besonders beeindruckt haben, die anderen sind natürlich auch lesenswert.
Veröffentlicht am 17.01.2018
Kostonlanys Buch aus dem Jahre 1999 ist sicher ein Klassiker der Börsenbücher. Kostolany schreibt über seine jahrzehntelange Erfahrung an den verschiedenen Marktplätzen. Dies ist aber auch eine Schwäche des Buches, wenn er Strategien beschreibt, die nur funktionieren konnten, weil es zu der Zeit nicht viele Banker gab. Er gibt aber Bedenken an dem damals boomenden Neuen Markt, die sich als richtig erweisen sollten.
Seine grundlegenden Gedanken über die verschiedenen Typen von Börsenteilnehmern, Spieler, Spekulanten und Anlegern, ist dagegen zeitlos und ein interessanter Einstieg in Börsenpsychologie.
Veröffentlicht am 04.02.2016
Um mal zwei Bücher des leider letzten Jahres verstorbenen Oliver Sacks vorzustellen:
Dieses Buch erschien 1985 und ist wahrscheinlich das bekannteste Buch von Sacks. Hierin beschreibt er 20 Fallgeschichten von Menschen, die psychologische Auffälligkeiten, meist verursacht durch Erkrankungen oder Unfälle, zeigen. Unter diesen Fällen ist der Mann, der keine Menschen mehr erkennen konnte und daher schließlich versuchte seine Frau als Hut aufzusetzen. Des weiteren Zwillinge, die sich nur mit Primzahlen unterhalten, und der Student, der träumte ein Hund zu sein und nach dem Aufwachen einen verbesserten Geruchssinn hatte. Sacks beschreibt diese Fälle und setzt damit einen Gegenpunkt zur statistischen Medizin. Das Buch ist unbedingt empfehlenswert, und sei es nur als Erinnerung, was an einem Gehirn so alles auf seltsame Weise kaputt gehen kann.
Dies ist die Autobiographie von Oliver Sacks. Der Leser erfährt von einem bewegten Leben. Die ersten Kapitel handeln von seiner Motorrad-Leidenschaft, seinen Erfolgen im Bodybuilding (er hielt zeitweise den kalifornischen Rekord für Kniebeugen), und seinen Schwierigkeiten mit seiner Homosexualität. Im Laufe des Buches nimmt dann seine Arbeit mehr Platz ein, so erfährt man natürlich seinen beruflichen Werdegang und die Entstehungsgeschichte seiner bekannten Bücher. So erfährt man auch, dass einer der 20 Fälle in “Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte” in Wirklichkeit von ihm selbst handelt und welcher dies ist. Empfehlenswert für alle, die sich näher für Oliver Sacks interessieren.