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The Best American Science and Nature Writing 2019

Veröffentlicht am 07.09.2020

Nachdem ich die 2018-er Version letztes Jahr gelesen hatte, habe ich mir nur auch die aktuelle Version gekauft.

Unumstrittener Star unter den Beiträgen ist natürlich When the Next Plague Hits von Ed Yong. In diesem Artikel aus dem Sommer 2018 wird untersucht, wie Amerika auf eine mögliche Pandemie vorbereitet ist. Und alle wichtigen Akteure sind auch schon vertreten, Anthony Fauci, Bill Gates und natürlich Donald Trump.

And Donald Trump? “I haven’t had any interaction with him yet,” Fauci says. “But in fairness, there hasn’t been a situation.”

There surely will be, though. At some point, a new virus will emerge to test Trump’s mettle. What happens then? He has no background in science or health, and has surrounded himself with little such expertise.

Sehr beängstigend zu lesen aus heutiger Sicht. Den Artikel gibt es auch online: Link zu The Atlantic

Weitere besonders interessante Artikel:

  • Rebecca Boyle, The Search for Alien Life Begins in Earth’s Oldest Desert: Über die Suche nach Leben in der Atacama-Wüste und dessen Bedeuting für mögliches Leben auf dem Mars.
  • Ben Goldfarb, The Endling: Watching a Species Vanish: Über die letzten Individuen einer aussterbenden Tierart.
  • Gary Greenberg, What If the Placebo Effect is Not a Trick?: Über mögliche molekulare Grundlagen des Placebo-Effekts.
  • Rowan Jacobsen, Deleting a Species: Wie man durch veränderte Gene einzelner Individuen ganze Tierarten auslöschen könnte.
  • J. B.MacKinnon, You Really Don’t Want to Know What It’s Like to be a Right Whale These Days: Über die Situation der Wale vor der Ostküste Nordamerikas und wie die Zivilisation ihren Lebensraum stört.
  • Rebecca Mead, The Story of a Face: Über facial-feminization surgery, also die Operationen mit denen Transsexuelle weiblichere Gesichtszüge bekommen können. Inklusive Argumente dafür und dagegen und einer detaillierten Beschreibung der Prozeduren.
  • Linda Villarosa, The Hidden Toll: …: Über die Frage, warum Afroamerikaner häufiger Probleme in der Schwangerschaft haben. Es sterben mehr afroamerikanische Mütter und Babies und die Babies sind im Schnitt leichter als vergleichbare weiße Babies. Es liegt auch nicht am ökonomischen Status. These des Artikels ist es, dass der Grund hierfür der akkumulierte Stress des ganzen Lebens als diskriminierte Rasse ist.

Mark Watson

Veröffentlicht am 28.08.2020

Mark Watson ❤

Alternativ: Link zu YouTube

Gestohlene Jeans, Ballons und anzügliche Textnachrichten. Und der arme Mark wird nichtmal dafür belohnt. Ich habe keine Ahnung, wer Mark Watson ist oder was er gemacht hat, aber ich sollte mich mal informieren.


A Moveable Fest

Veröffentlicht am 27.08.2020

In diesem in den Sechzigerjahren geschrieben Buch beschreibt Hemingway seine Zeit als armer junger angehender Schriftsteller im Paris der Zwanzigerjahre. Das Buch besteht aus kurzen Geschichten, geschrieben im typischen Stil Hemingways. Gefallen haben mir aber nur zwei Geschichten, Birth of a New School, in der Hemingway beschriebt, wie er beim Schreiben in einem Café von jemandem gestört wird und er diesem empfiehlt, Kritiker zu werden, und Scott Fitzgerald über eine chaotische Reise mit einem hypochondrischen Scott Fitzgerald.

Mein Lieblings-Hemingway ist aber immer noch For Whom the Bell Tolls.


De la ciudad al pueblo

Veröffentlicht am 24.08.2020

Ein Buch zum Spanisch lernen. Das bedeutet, es gibt Fußnoten mit Vokabeln und das Spanisch ist natürlich nicht so kompliziert. Das Buch handelt von einer jungen Frau, die ihre Arbeit in Madrid verliert und schließlich im Dorf ihrer Eltern ein Hotel eröffnet.

Was mich aber beeindruckt hat, ist, dass in diesem Buch aus dem Jahr 2018 immer noch die Wirtschaftskrise von 2008 ein Thema ist. In einem Kapitel flieht die Protagonistin aus dem Bus in ihr Zimmer. Erst am Ende des kapitels wird dem Leser der Grund für ihre Flucht gezeigt. Sie sah im Bus bei einem Mitfahrer eine Zeitungsüberschrift, die besagt, dass es noch zu früh ist, zu bestätigen, dass Spanien die Krise hinter sich gelassen hat. Aber vielleicht habe ich es auch nur falsch verstanden.


Der Strom des Bewußtseins

Veröffentlicht am 17.08.2020

Der Strom des Bewusstseins von Oliver Sacks ist im wahrsten Sinne ein Alterswerk. Sacks starb im Sommer 2015 und dieses Buch wurde ist sozusagen sein Vermächtnis. Es wurde von seinen Mitarbeitern druckfertig gemacht.

Das Buch ist ein Rückblick auf Sacks Leben. Die ersten Kapitel behandeln seine wissenschaftlichen Einflüsse, hauptsächlich Darwin und Freud. Die späteren Kapitel sind mehr eine Zusammenfassung, dessen, was er in seinem Leben verstanden oder nicht verstanden hat. Es sind aber auch persönlicher Geschichten seiner Krebs-Erkrankung dabei. Allem gemeinsam ist aber das durchgehende Thema, was das Bewusstsein ist und wie es funktioniert.

Sehr interessant, weniger autobiographisch als On the Move, weniger fachlich als Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte. Also eine interessante Zusammenfassung mit einigen weiterführenden Verweisen.